Weisheitszähne ziehen

Ist das Ziehen der Weisheitszähne wirklich notwenig?

Weisheitszähne ziehen – muss das sein?

Es gibt keinen Zahn, um den sich so viele Geschichten ranken, wie den Weisheitszahn. Die meisten von Ihnen lassen sich dem Horror-Genre zuordnen.

Ganz gleich, ob Freunde oder Verwandte, viele wissen über Weisheitszähne beziehungsweise deren Entfernung nur Schauerliches zu berichten.

Diesen Geschichten stellen wir hier die Sicht eines Zahnmediziners gegenüber. Denn auch wenn die Aussicht darauf, Weisheitszähne gezogen zu bekommen nicht sonderlich erfreulich ist, so muss es keinesfalls zum Schlimmsten kommen.

Wie bei allen gesundheitsrelevanten Eingriffen, ist es uns wichtig, Sie ausführlich zu informieren. Dazu beleuchten wir im Folgenden unter anderem welche Funktion Weisheitszähne für den modernen Menschen übernehmen und wie dieser besondere Zahn überhaupt zu seinem Namen kommt.

Weiter legen wir unter anderem detailliert dar, was Schmerzen hervorruft, wie solche Schmerzen am besten behandelt werden können und wie Sie sich auf die Zeit nach der Entfernung der Weisheitszähne vorbereiten können.

Eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Die gesetzlichen Krankenkassen tragen für die Entfernung der Weisheitszähne die Kosten, wenn dies medizinisch notwendig ist.

Die Weisheitszähne kommen meistens erst später im Leben zum Vorschein. Dabei ist der genaue Zeitpunkt aber ungewiss. Außerdem sind die Anzahl und Lage der Zähne sowie mögliche Probleme von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Eine fundierte Entscheidung für eine Entfernung von Weisheitszähnen kann Ihr Zahnarzt nur auf Grundlage Ihrer individuellen Zahnsituation vornehmen.

Dafür ist es wichtig, dass Sie Ihre Zähne in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen. Wir empfehlen Ihnen zweimal im Jahr bei uns in der Praxis in der Josefstraße zur Kontrolluntersuchung vorbeizukommen. So können Frau und Herr Dr. König Ihre Zahngesundheit genau im Auge behalten. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Was sind Weisheitszähne?

Weisheitszähne sind für den modernen Menschen ein Kuriosum. Denn es handelt sich bei Ihnen um ein Überbleibsel der Evolution. Doch ganz der Reihe nach. Bei einem Weisheitszahn oder auch Dens sapiens handelt es sich eigentlich um einen großen und mehrhöckrigen Backenzahn.

Von der Zahnmitte aus gezählt handelt es sich um den achten Zahn des Unter- beziehungsweise Oberkiefers. Normalerweise haben wir in jedem Viertel unseres Kiefers einen – insgesamt also in der Regel vier Weisheitszähne. Davon abweichend können manche Menschen auch über einen weiteren, dahinterliegenden Weisheitszahn (sogenannte Distolomare) verfügen, der meistens recht klein ausgelegt ist. Es kann zudem ebenfalls vorkommen, dass Menschen weniger als vier Weisheitszähne oder überhaupt keine im Kiefer haben.

Warum tragen Weisheitszähne ihren Namen? Der Grund für die Namensgebung hängt damit zusammen, dass diese Zähne meistens erst später im Leben, überwiegend zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch den Kiefer brechen. Zu einem Zeitpunkt im Leben also, in dem wir allgemein schon über eine gewisse Weisheit verfügen. Es kann jedoch auch erst wesentlich später im Leben dazu kommen, dass sich die Weisheitszähne bemerkbar machen.

Warum sind Weisheitszähne nun ein Überbleibsel der Evolution? Dazu hilft ein Blick auf die ursprüngliche Ernährungsweise des Menschen: Wir mussten in frühen Zeiten eine Vielzahl harter Nahrung zerkauen. Eine Aufgabe für die Backenzähne. Auch waren bei unseren Vorfahren die Backenzähne oft schon in jungen Jahren durch die Beanspruchung abgeschliffen oder von Karies, Entzündungen oder auch Unfällen gezeichnet. Oft fielen diese Zähne dann auch ganz aus. Die erst später zum Vorschein kommenden Weisheitszähne waren also eine Art natürlicher Ersatz, so wie ein Reserverad beim Auto.
Für den Fall, dass die Backenzähne unserer Vorfahren vollständig waren, dienten die Backenzähne als willkommene Verstärkung. Da der moderne Mensch meist weichere sowie gekochte und damit nicht mehr so viel harte Nahrung kauen muss, verkleinerte sich der Kiefer mit der Zeit. Während sich die Schneidezähne vergrößerten, sind uns die Weisheitszähne dennoch geblieben – als Überbleibsel der Evolution.

Warum Weisheitszähne schmerzen?

Obwohl die Weisheitszähne in unserem Gebiss die hinterste Reihe belegen, haben sie unter den Problemzähnen die besten Plätze.

Es ist nämlich äußerst selten, dass ein Weisheitszahn friedlich in Erscheinung tritt. Das Grundproblem liegt in dem bereits erwähnten Umstand, dass unser Kiefer für die Anzahlt der Zähne eigentlich zu klein geworden ist. So kann ein Weisheitszahn nur dann problemlos den Durchbruch zum Kiefer schaffen, wenn er genügend Platz dazu hat. Genauer: Er muss zwischen dem Vorderrand des aufsteigenden Kieferastes und dem zweiten Backenzahn hindurchpassen.

Mediziner bezeichnen Weisheitszähne, die teilweise oder ganz im Kiefer verbleiben als teilretiniert oder retiniert. Ist einem Weisheitszahn der Durchbruch zum Kiefer verstellt, nennen Fachleute dies impaktiert.

In den meisten genannten Fällen lösen Weisheitszähne Schmerzen aus. Diese sind oft durch Druck verursacht.

Es kann vorkommen, dass die Symptome eine bis zu den Ohren reichende Ausstrahlwirkung entfalten.

Da der Prozess eines Weisheitszahn-Durchbruchs sich über mehrere Monate oder länger ziehen kann, wird das Zahnfleisch starker Beanspruchung ausgesetzt. Die Folge: In den Zwischenräumen von Zahn und Zahnfleisch bilden sich Taschen, in denen sich Bakterien ideal ansiedeln können. Schmerzhafte Entzündungen sind die Folge, die Parodontitis auslösen können, wenn sie über lange Zeit unbehandelt bleiben.

Impaktierte Weisheitszähne können zu starken Schmerzen führen. Denn die Hindernisse zwingen den Weisheitszahn dazu in unnatürliche Richtungen zu wachsen.

So befinden sich die Lymphknoten in unmittelbarer Nähe zu den Weisheitszähnen. Durch massives und kontinuierliches Drücken können sich die Lymphknoten vergrößern.

Auch kann es zu Schwellungen im Gesichtsbereich kommen. Ebenso möglich: Die sogenannte Kieferklemme. Der Patient kann den Mund nicht oder nur eingeschränkt öffnen. Ursache ist eine Verkrampfung der Kaumuskulatur.

Zudem kann auch die Entzündung der Schleimhaut in der Nähe eines Weisheitszahns zu eitrigen wie schmerzhaften Entzündungen führen. Dies kann in manchen Fällen bis zu einer Mundfäule führen.

Da die Weisheitszähne schlecht bis gar nicht von Zahnbürste & Co zu erreichen sind, kann es weiterhin zur Bildung von Karies kommen.

Bei kontinuierlichem Druck über einen längeren Zeitraum können die Nachbarzähne geschädigt werden. Es kann zu sog. Crowding (Engstände der Zähne) kommen und im Extremfall sogar Fehlstellungen des gesamten Gebisses. Auch ist das Auftreten von Kiefergelenk-Problematiken möglich.

Ist ein Weisheitszahn im Knochenbereich „gefangen“ kann er Druck auf die Wurzeln des benachbarten Zahns ausüben. Dies kann indirekt empfundene Schmerzen im Gesicht und den Ohren bewirken. Auch in diesem Fall kann sich das Zahnfleisch entzünden und sich in schweren Fällen sogar Zysten bilden.

Warum entfernt man Weisheitszähne überhaupt?

Wie wir eingangs schon erfahren haben, sind Weisheitszähne Relikte der Evolution. Die weichere Nahrung hat zwar zu einem kleineren Kiefer geführt. Die Weisheitszähne sind uns jedoch geblieben. In unserem modernen Gebiss erfüllen sie keine tatsächliche Funktion, sie werden grundsätzlich nicht mehr gebraucht.

Sollten dann nicht alle Weisheitszähne grundsätzlich gezogen werden? Früher haben viele Zahnärzte diese Frage bejaht und zur pauschalen Entfernung aller Weisheitszähne geraten.

Heute gibt es unter Zahnmedizinern dazu unterschiedliche Auffassungen.

Diejenigen, die sich für eine Entfernung aussprechen, tun dies aus Gründen der Vorsorge. Es sei nicht einzusehen, warum mit dem Verbleib der Weisheitszähne im Kiefer beziehungsweise Mundraum des Patienten ein Risiko eingegangen werden solle.

Durch beständigen Druck auf die benachbarten Zähne könnten diese erheblichen Schaden nehmen – von Entzündungen und Zysten bis hin zu möglichen Kiefergelenk-Problemen.

Diejenigen, die einer grundsätzlichen Entfernung der Weisheitszähne ablehnend gegenüberstehen, weisen vor allem auf die damit einhergehenden Risiken hin.

So könnten Nerven der umliegenden Zähne beschädigt werden, was zu Taubheitsgefühl im Mundbereich führen kann. Als weiteres Argument führen die Gegner an, dass Weisheitszähne potentiellen Ersatz darstellen: für ausgefallene Zähne oder solche, die sonst nicht zu retten sind. Zudem kämen die Weisheitszähne auch als Stützen für Zahnersatzmaßnahmen wie Brücken in Betracht.

Auch stellen die Gegner eine ganz grundsätzliche Frage: Warum sollten Weisheitszähne entfernt werden, wenn sie keine Beschwerden verursachen?

Weiter wird darauf hingewiesen, dass bei einer Entfernung der Weisheitszähne in jedem Fall Schmerzen für den Patienten verursacht werden. Meistens Schwellungen und Blutungen, die sich zwar gut behandeln ließen. Es könne aber in Ausnahmefällen zu Entzündungen oder Beschädigung von Nervenfasern kommen. Diese Risiken seien ein Nachteil für einen grundsätzlich beschwerdefreien Patienten.

Wie Sie sehen, gibt es Gründe für beide vertretenen Ansichten. Eines ist jedoch eindeutig: eine pauschale Antwort für oder gegen eine grundsätzliche Entfernung von Weisheitszähnen kann nicht gegeben werden.

Vielmehr muss der Zahnchirurg oder Zahnarzt in jedem Fall eine sorgfältige Abwägung vornehmen.

Ob Weisheitszähne später im Leben Probleme hervorrufen lässt sich zwar nicht mit hundertprozentiger Sicherheit prognostizieren. Form und Lage der Weisheitszähne im Kiefer geben jedoch Anhaltspunkte dafür, wie hoch das Risiko einzuschätzen ist.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Weisheitszähne in regelmäßigen Abständen zahnärztlich kontrollieren zu lassen – zum Beispiel in einem Ihrer zwei regelmäßigen Vorsorgeterminen im Jahr.

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Richtig Zähneputzen

Eine umfassende Mundhygiene ist das A und O.

Ob in der Sprechstunde bei uns in der Praxis oder hier auf unserer Webseite: Wir können es gar nicht oft genug sagen, wie wichtig eine umfassende Mundhygiene ist.

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Wann sollten Weisheitszähne gezogen werden?

Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, bei dem die Weisheitszähne gezogen wurden. „Hamsterbacken“ ist nur ein Stichwort, dass in diesem Zusammenhang gerne fällt. Zu übertriebener Panikmache besteht jedoch kein Anlass.

Aus medizinischer Sicht ist das reine Vorhandensein von Weisheitszähnen nicht problematisch. Dies gilt jedenfalls solange sie keine Probleme aufwerfen, also wenn sie gesund sind und über genügend Platz verfügen, um in den Kiefer durchzubrechen. In diesem Fall sind sie wie ein weiterer Backenzahn. Droht ein benachbarter Backenzahn auszufallen, kommt ein Weisheitszahn zudem als Stützfeiler einer Zahnbrücke in Betracht.

Oft verhält es sich jedoch so, dass Weisheitszähne nicht gesund sind. In vielen Fällen bietet der Kiefer keinen oder keinen ausreichenden Raum zwischen dem Vorderrand des aufsteigenden Kieferastes und dem zweiten Backenzahn. Die Folge:
Es kommt zu schiefen Fehlstellungen, die Weisheitszähne versuchen quer zu wachsen und drücken dabei auf die Wurzel des benachbarten Backenzahns. Solche impaktierten Weisheitszähne sind keine Seltenheit. Da ihnen Hindernisse im Weg stehen, können sie nicht oder nicht vollständig aus Kiefer und Zahnfleisch herauswachsen.

Auch können Weisheitszähne im Laufe der Zeit Entzündungen verursachen oder von Karies befallen werden. Dies liegt daran, dass sie, selbst wenn sie teilweise in den Kiefer durchgebrochen sind, sehr ungünstig mit Zahnbürste und -seide zu erreichen sind.

Ist ein Weisheitszahn auffällig, stellt sich Zahnärzten auch ein ganz praktisches Problem: Patienten können den Kiefer gar nicht in dem Maße öffnen, dass der Zahnarzt eine Behandlung des Zahns vornehmen kann – beispielsweise an der Wurzel oder für eine Füllung.

Um die Frage zu beantworten, wann ein Weisheitszahn gezogen werden sollte, muss der Zahnarzt in jedem Einzelfall den Umfang der Problematik abwägen.

Wenn nicht genügend Platz im Kiefer vorhanden ist und vorhersehbar ist, dass sich Probleme wie Beschädigung der Nachbarzähne, Fehlstellungen im Gebiss oder chronische Gebiss- oder Kieferschmerzen abzeichnen können, wird der Zahnarzt die Weisheitszähne ziehen.

Gleiches trifft meist für den Fall zu, dass Weisheitszähne bis zum 25. Lebensjahr des Patienten nicht durchgebrochen sind und die Zähne sich krankhaft verändert haben.

Auch bei nur teilweisem Durchbruch von Weisheitszähnen kommt es oft zur Entscheidung sie zu entfernen. Denn zwischen Zahn und Zahnfleisch können sich Taschen bilden, in den sich Bakterien ablagern und schließlich das Zahnfleisch entzünden. Es kann bis zur Bildung von Zysten kommen, die den Kieferknochen direkt angreifen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zahnarzt individuell danach entscheidet, ob der Nutzen des Eingriffs größer ist, als diesen nicht vorzunehmen.

Röntgenaufnahmen betroffener Zahnregionen vermitteln dem Zahnarzt dabei eine gute Entscheidungsgrundlage.

Was ist der Unterschied zwischen einer Weisheitszahn-OP und dem Ziehen der Weisheitszähne?

Wenn die Entfernung eines Zahnes im Raum steht, heißt dies im Volksmund „Zähne ziehen“. Dieser Ausdruck ist so gebräuchlich geworden, dass er sprichwörtlichen Charakter angenommen hat. Wenn jemand einem andern „den Zahn schon ziehen“ wird, meint er damit, dass er ein Problem aus dem Weg räumen wird.

Das Wort „Ziehen“ bedeutet, dass es um einen mechanischen Vorgang geht. Dafür muss also ein Anhaltspunkt für geeignetes zahnmedizinisches Werkzeug vorhanden sein. Übertragen auf einen Weisheitszahn bedeutet dies: Um Hebel und Zange anzusetzen, muss dafür ein hinreichend großer Teil des Weisheitszahns aus dem Kiefer hervorragen.

Der Zahnarzt bewegt den Zahn solange hin und her bis er ihn schließlich ganz aus dem Kiefer herausziehen kann. Nach erfolgreicher Betäubung dauert das mechanische Ziehen eines Weisheitszahns nur etwa eine Viertelstunde. Auch verheilt bei mechanischem Entfernen des Zahns die Wunde meist mit der Zeit von selbst. Sie muss also nicht in jedem Fall extra genäht werden.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem chirurgischen Eingriff am Weisheitszahn – meistens kurz Weisheitszahn-OP genannt – um einen langwierigeren und auch komplizierteren Eingriff. Im Fall von sogenannten impaktierten oder sonst schwer erreichbaren Weisheitszähnen, ist ein chirurgischem Eingriff das Mittel der Wahl zur Behandlung.

Im Vorfeld erfolgt eine genaue Analyse der Lage und möglichen Risiken. Vor dem eigentlichen Eingriff erfolgt selbstverständlich eine umfassende Betäubung für einen schmerzlosen Eingriff.

Wie läuft eine Weisheitszahn OP ab? Um an den Kieferkochen zu gelangen, in dem sich der Weisheitszahn befindet, muss zunächst das Zahnfleisch mit einem Skalpell aufgetrennt werden. Abhängig von der genauen Lage des impaktierten Zahns wird der Knochen entweder mittels Säge oder Fräse geöffnet und der Weisheitszahn Stück für Stück entfernt. Im Anschluss wird der Kieferknochen gegen mögliche Entzündungen präpariert und das Zahnfleisch zugenäht. Im Regelfall werden die Fäden nach fünf bis sieben Tagen entfernt. Eigenen sich für den Patienten selbstauflösende Fäden, entfällt das Fädenziehen natürlich.

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Mundgeruch behandeln

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Um was muss ich mich vor der Weisheitszahn-OP kümmern?

Eine Weisheitszahn-OP ist zwar für den durchführenden Kieferchirurg eine Routinemaßnahme. Ihnen als Patient wird es dagegen damit anders ergehen, da Ihnen diese Situation so nur ein bis zweimal in Ihrem Leben begegnen wird.

Was Sie ganz konkret tun können

Bevor wir Ihnen einen Überblick geben, was Sie bei einer Weisheitszahn-OP erwartet, gibt es ganz handfeste Dinge, die auf Einkaufszettel und Wochenplan gehören.

Besorgen Sie große Kühlpacks, zum Rund-um-die-Uhr-Kühlen in den ersten beiden Tagen. Essen Sie ausgiebig vor der OP. Trinken Sie vorher keinen Kaffee, Tee oder Cola, Rauchen Sie vorher auf keinen Fall und planen Sie das Essen danach. Weiche Kost ist hier angeraten, um Kauen zu vermeiden.

Klären Sie schon vor der OP den Bezug von Schmerzmitteln. Besorgen Sie ebenfalls eine kleine Zahnbürste. So können Sie nach ein paar Tagen den Wundbereich besser umgehen.

Organisieren Sie eine Begleitperson oder Abholung durch ein Taxi, da Blutungen nach der OP noch anhalten.

Welcher Arzt nimmt eine Entfernung der Weisheitszähne vor?

Die grundsätzliche Begutachtung der Zähne erfolgt durch Ihren Zahnarzt. Dieser wird in der Regel in einfacheren Fällen die Zähne auch ziehen.
In komplizierteren Fällen, in denen eine operative Entfernung erforderlich ist, wird Ihr Zahnarzt sie an einen Kieferchirurgen überweisen.

Wie viele Weisheitszähne sollten auf einmal entfernt werden – alle vier?

Eine Entfernung aller vier Weisheitszähne „auf einen Streich“ könnte man zwar zu Gute halten, dass damit „die Sache erledigt“ wäre. Dafür müsste jedoch der komplette Kiefer betäubt werden. Kommt es zu Komplikationen bei der Wundheilung, so wäre deren Ausmaß bei der Entfernung aller vier Weisheitszähne sehr ungünstig. Auch die Essensaufnahme wäre sehr schwierig, da es keine unversehrte Kieferseite „zum Ausweichen“ gibt.

Welche Risiken sind mit einem solchen Eingriff verbunden?

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen gibt es auch bei einer Weisheitszahn-OP Risiken. So kann es in Einzelfällen zu Wundinfektionen, Nervenschäden oder Schäden an Nachbarzähnen kommen. Es ist an dieser Stelle jedoch wichtig zu betonen, dass dies nur äußerst selten vorkommt.

Wenn es vermeidbar ist, empfiehlt es sich auf eine Zahnentfernung im Hochsommer zu verzichten, da dies die Bildung von Ödemen im Mund begünstigen kann.

Ihr behandelnder Zahnarzt und auch Kieferchirurg wird sie über die mit einer Weisheitszahn-OP verbundenen Risiken detailliert aufklären. Sprechen Sie aber gerne auch bereits Frau und Herrn Dr. König von sich aus an, wenn Sie dazu Fragen haben.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Weisheitszahn-Entfernung?

Wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Ist eine Vollnarkose medizinisch notwendig, so werden die Kosten dafür ebenfalls getragen.

Was sollte ich nach dem Ziehen der Weisheitszähne beachten?

Hat Ihr Zahnarzt nach umfassender Voruntersuchung und Analyse der Weisheitszahnsituation empfohlen, die Zähne durch Ziehen zu entfernen, dann haben Sie dies meist schnell überstanden. In der Regel dauert es nur bis zu 15 Minuten – die Zeit bis zur Entfaltung der vollen Betäubungswirkung nicht eingerechnet.

Doch was passiert, wenn der Eingriff in der Praxis abgeschlossen und Sie Ihr Zahnarzt wieder nach Haus entlässt?

In der auf das Ziehen von Weisheitszähnen folgenden Woche kann es zu Schmerzen kommen, die durch leichte bis starke Schwellungen im Mundbereich ausgelöst werden. Zur Linderung der Schmerzen und um die Heilung der Wunden zu beschleunigen, sollten Sie zunächst die Schwellung kühlen.

Dazu nehmen Sie zum Beispiel eine Kompresse oder einen kalten Waschlappen von außen an den Kieferbereich. Vorsicht bei Kühlpacks: diese sollten sie in Stoff oder Handtuch wickeln, bevor es mit der Haut in Berührung kommt. Ergänzend dazu können Sie auch im Mundraum kühlen – lutschen Sie dazu einfach Eiswürfel.

Auch sollten Sie den Mundraum mehrmals am Tag vorsichtig mit nicht zu  kaltem Wasser ausspülen.

In jedem Fall sollten Sie Ihren Körper mit Flüssigkeit versorgen. Nach Kauen wird Ihnen zunächst nicht zumute sein. Geeignete Flüssigkeiten sind stilles Wasser oder kalter Kamillentee. Natürlich können Sie auch andere kalte Kräutertees wählen.

Halten Sie Ruhe und gewähren Sie dem Körper Zeit zur Erholung. Sprechen Sie für eine Krankschreibung gerne unser Praxisteam oder Frau und Herrn Dr. König direkt an. Die Dauer richtet sich dabei, wie immer, nach Ihrer individuellen gesundheitlichen Disposition.

Was Sie vermeiden sollten

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Deshalb sollten sie auf Nachfolgendes besser verzichten, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Verzichten Sie auf Wärmequellen – die häusliche Heizung im Winter nicht einbezogen. Aber von warmem Essen und Getränken sollten Sie sich genauso fernhalten wie von Sauna, zu viel direkter Sonne und heißer Dusche oder Bad.

Meiden Sie zudem Mundspüllösungen. Denn diese machen alles nur schlimmer.

Wie allgemein empfehlen wir besonders nach dem Ziehen der Weisheitszähne auf Rauchen zu verzichten. So kann nicht nur die Wundheilung gehemmt, sondern auch Entzündungen vermieden werden.

Wurden Ihnen Weisheitszähne aus dem Oberkiefer gezogen, empfehlen wir die Nase nicht zu putzen und Niesreiz entgegenzuwirken. Andernfalls kann es zu Blutungen kommen.

Abschließend empfehlen wir in den zwei Wochen nach dem Eingriff keinen Sport zu treiben und sich auch anderweitig nicht stark anzustrengen. Besonders gilt dies für Aktivitäten, die Ihren Mundraum betreffen – wie starkes Kauen oder Sprechen.

Beobachten Sie starke Blutungen oder Fieber rufen Sie umgehend Ihren Zahnarzt an.

Was sollte ich nach der Weisheitszahn-OP beachten?

Auch wenn eine Weisheitszahn-OP ein gewichtiger medizinischer Eingriff ist – die Vorstellungen, die viele von den Auswirkungen haben, sind meist überzogen.

Dennoch sollten Sie sich auf Schmerzen einstellen, die bis zu sieben Tagen andauern können.

Ihr behandelnder Arzt verschreibt Ihnen nach erfolgreich verlaufender Operation zunächst Schmerzmittel. In manchen Fällen können ebenso Antibiotika empfehlenswert sein. So lässt sich einer größeren Infektion gut vorbeugen.

Direkt nach der Operation der Weisheitszähne platziert Ihr Chirurg eine Tamponade in Ihrem Mundraum. Diese sollten Sie bis zu 30 Minuten nicht entfernen.

Wie bei vielen Operationen gilt auch hier: Kühlen ist das A und O. Nehmen Sie dazu am besten einen in ein Tuch eingewickelten Eisbeutel.

Darüber hinaus sollten Sie sich körperlich schonen.

Während das Betäubungsmittel noch wirkt, sie also nur ein taubes Gefühl verspüren, sollten Sie lediglich Flüssigkeiten zu sich nehmen. Achten Sie darauf, dass diese kalt sind.

Danach ist neben Flüssigkeiten weiche Nahrung möglich.

Auch sollten Sie beim Liegen ebenso wie beim Schlafen auf Rückenlage achten.

Was Sie besser nicht machen sollten

Grundsätzlich sollten Sie Warmes meiden. Das gilt für Essen und Getränke ebenso wie für äußere Einflüsse, wie Sonne oder heißes Baden. Andernfalls drohen Blutungen.

Vermeiden Sie Milch, da sie die Ansiedlung von Bakterien begünstigt. Zudem sollten Sie auf Alkohol verzichten. Denn dieser wirkt keinesfalls wie ein Desinfektionsmittel.

Ebenfalls wichtig: Rauchen sie nicht. Was wir Ihnen generell nicht empfehlen, davon raten wir Ihnen besonders nach einem chirurgischem Eingriff ab. Denn Rauchen verzögert die Wundheilung.

Ebenfalls wichtig: Rauchen sie nicht. Was wir Ihnen generell nicht empfehlen, davon raten wir Ihnen besonders nach einer Operation ab. Denn Rauchen verzögert die Wundheilung.

Sind sie anfangs mit dem Zähneputzen vorsichtig, da der Wundbereich empfindlich ist.

Meiden Sie in den ersten Tagen physisch stark beanspruchende Arbeit und treiben Sie für etwa zwei Wochen keinen Sport.

Wichtig: Bei besonders starken Schmerzen, Fieber oder starken Blutungen rufen Sie bitte unverzüglich Ihren Zahnarzt an. Unser Praxisteam ist für sie da.

Was kann ich nach der Weisheitszahn-OP essen?

Nach unserer Erfahrung verspüren die meisten Menschen direkt nach einer Weisheitszahn-OP keinen starken Appetit. Dies ist auch gut so, denn in den ersten Stunden nach dem chirurgischem Eingriff sollten Sie auf essen ganz verzichten. Was aber tun, wenn der Magen dann doch knurrt?

In jedem Fall sollten sie solange warten, bis die Betäubung ganz abgeklungen ist. Denn so vermeiden Sie Verletzungen im Mundraum, beispielsweise dadurch, dass Sie sich auf Lippen oder in die Wangen beißen.

Trinken können Sie natürlich schon früher, aber auch hier empfehlen wir bis zum Abklingen der Betäubung zu warten. Wem läuft schon gerne Wasser aus dem Mund ohne dass man es selbst merkt?

Anfangs werden sie den Mund nicht weit öffnen können und auch Kauen wird kaum möglich sein. Deshalb sind jetzt weiche Speisen Ihr Freund. Durch die Einschränkungen werden Sie außerdem keine großen Mengen an Essen zu sich nehmen können. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Speisen kalt sind.

Was Sie unbedenklich essen können

Hier eine Übersicht der Nahrungsprodukte, die Sie nach einer Weisheitszahn-OP problemlos zu sich nehmen können:

  • Kartoffelpüree (kalt)
  • Weichgekochte Nudeln (kalt)
  • Klare Brühen oder Suppen, nachdem sie kalt geworden sind
  • Weichgekochter Reis (kalt)
  • Brot ohne Kruste
  • Brei mit Haferflocken und zerdrückter Banane
  • Kaltes Rührei
  • Püriertes Gemüse oder Obst

Unser Tipp: Essen Sie Eis. Genauer: Fruchteis. Milchspeiseeis ist hingegen tabu. Eis wirkt abschwellend und die Kühlung fördert die Wundheilung.

Außerdem sind kleine Helfer wie Strohhalme und Teelöffel unentbehrlich, da sie nicht viel Platz im Mund brauchen. Weites Öffnen des Mundes wird Ihnen zunächst nicht möglich sein.

In jedem Fall sollten Sie drei Tage lang keine harten Lebensmittel zu sich nehmen. Im Einzelfall kann es auch länger dauern. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen lieber etwas länger damit zu warten.

Welche Lebensmittel Sie vermeiden sollten

Von harten Lebensmitteln sollten Sie Abstand nehmen. Denn Brotrinde und ähnliches können die Wunde reizen und zudem Entzündungen verursachen.

Auch Milchprodukte (Speisen und Getränke) sollten Sie meiden. Der Grund: Die in der Milchsäure enthaltenen Bakterien können zu Infektionen der Wunde führen.

Verzichten sollten sie außerdem auf Tee, Kaffee und Alkohol – sowohl als Getränk als auch in Form von Lebensmitteln. Dadurch würde der Blutdruck unnötig angeregt und mögliche Nachblutungen ausgelöst.

Autorin

Dr. Ingrid König

Studium der Zahnheilkunde in Köln und mehrjährige Assistenzzeit in Köln.
Selbstständig niedergelassen als Zahnarzt seit 1990 in Köln-Porz.
Hobbys: Familie, Gartenarbeit, Hund, Reiten.

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