Zahnfleischentzündung behandeln

Viele Patienten merken häufig erst gar nichts von ihrer Zahnfleischentzündung. Im unserem Artikel möchten wir Ihnen einen Einblick in das Thema Zahnfleischentzündung behandeln geben.

Zahnfleischentzündung behandeln

Zahnfleischentzündung ist eine Volkskrankheit im Wortsinn. Denn mehr als zwei Drittel aller Menschen haben oder hatten eine Zahnfleischentzündung. Warum ist diese Zahl derart hoch? Normalerweise denken wir bei Entzündungen automatisch an Schmerzen. Haben wir uns beispielsweise in Finger geschnitten und sich die Wunde entzündet, dann ist dies schmerzhaft. Bei Zahnfleischentzündungen ist dies zunächst nicht so. Die Zahl ist also deshalb so hoch, weil viele Patienten davon zunächst nichts merken.

Die häufigste Ursache für eine Zahnfleischentzündung ist unzureichende Mundhygiene. Wenn die im Mundraum ohnehin vorhandenen Bakterien ins Zahnfleisch gelangen und sich vermehren, hat dies eine Entzündung zur Folge.

Bleibt die Entzündung des Zahnfleisches unbehandelt, kann sie auf den Zahnhalteapparat überspringen und eine Parodontitis verursachen. Dabei kann es bis zum Zahnausfall kommen.

Damit es gar nicht erst soweit kommen muss, geben wir Ihnen in diesem Artikel eine Übersicht über alle relevanten Fragen im Zusammenhang mit einer Zahnfleischentzündung: woran Sie diese erkennen, was sie selbst tun können, wann Ihr Zahnarzt gefragt ist und vieles mehr.

Da wir es gar nicht oft genug sagen können, sprechen wir es hier an prominenter Stelle bewusst nochmal an: Eine gründliche Mundhygiene ist das A und O für die Zahngesundheit.
Für eine gute Zahn- und Mundraumhygiene sollten die Zähne nicht nur zweimal am Tag geputzt werden. Auch die Zahnzwischenräume wollen von den Essenresten befreit werden. Am besten mit Zahnseide oder speziellen Dentalbürsten. Zudem ist auch die Verwendung von Mundspüllösungen empfohlen.
Übrigens kann Zähneputzen auch schaden – wenn Sie es damit übertreiben. Putzen Sie im Rahmen Ihrer Mundhygiene Ihre Zähne entweder zu oft, mit falscher Technik
oder wenden Sie Pflegeprodukte an, die auf das Zahnfleisch reizend wirken, kann sich das Zahnfleisch entzünden. Bereits kleinste Verletzungen genügen, um Bakterien den Weg ins Zahnfleisch zu ebnen.

Sollten Sie nach der Lektüre weitere Fragen haben oder falls Sie gleich einen Kontrolltermin vereinbaren möchten: Sprechen Sie unser Praxisteam gerne an.

Was ist eine Zahnfleischentzündung?

Zahnfleischentzündungen zählen zu den häufigsten parodontalen Erkrankungen. Mehr als 80 % der Bevölkerung sind davon betroffen. Allgemein versteht man unter einer Zahnfleischentzündung eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches (Gingiva). Der medizinische Fachbegriff dafür heißt Gingivitis.

Zahnfleisch und Kieferknochen bilden zusammen den sogenannten Zahnhalteapparat. Eine Zahnfleischentzündung betrifft zunächst nur das Zahnfleisch selbst. Auslöser sind meist Bakterien aus dem Mundraum. Dort gibt es über 100 verschiedene Arten von Bakterien. Was alle diese gemeinsam haben ist, dass sie sich von Essensresten ernähren. Je mehr die Bakterien davon finden, desto besser und schneller können sie sich vermehren. Schon innerhalb von 24 Stunden kann sich Zahnbelag bilden – vorausgesetzt die Mundhygiene ist unzureichend.

Wird nichts gegen den weichen Zahnbelag unternommen, erhärtet er sich zu Zahnstein. Dies bietet für die Bakterien beste Voraussetzungen, um auf das Zahnfleisch überzugreifen. Besonders gut geht dies über einen kleinen Spalt, der sich unmittelbar zwischen Zahn und Zahnfleisch befindet. Dort sammeln sich die Bakterien an, vermehren sich und produzieren durch ihren Stoffwechsel Giftstoffe, die schließlich das Zahnfleisch entzünden.

In der Medizin unterscheiden wir zwei Arten von Gingivitis.

Bei einer akuten Zahnfleischentzündung ist das Zahnfleisch gerötet oder geschwollen. Auch fängt es schon bei geringer Berührung an zu bluten. Dabei treten nicht unbedingt Schmerzen auf. Unangenehm kann es dennoch werden.

Bei einer chronischen Zahnfleischentzündung bestehen in den meisten Fällen zunächst keine Schmerzen. Hält diese über einen langen Zeitraum an, kann sich als mögliche Folge das Zahnfleisch zurückbilden. Oft kommt es zu starkem Mundgeruch als Begleiterscheinung – ausgelöst von den Bakterien.

Bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt oder lange unentdeckt, kann sie zu einer Parodontitis führen. Dies ist dann der Fall, wenn die Entzündung vom Zahnfleisch selbst auf den Zahnhalteapparat überspringt. Dieses allgemein auch Parodontose bezeichnete Krankheitsbild, kann im Extremfall bis zum Ausfall einzelner oder mehrerer Zähne führen – und das Risiko für Folgeerkrankungen wie Alzheimer oder Diabetes erhöhen.

Woran erkenne ich eine Zahnfleischentzündung?

Wenn wir an Zahnfleischentzündung denken, sehen wir wortwörtlich rot. Denn wir denken unwillkürlich an Zahnfleischbluten und Schmerzen. Dabei ist das Zahnfleisch oft schon entzündet, bevor es uns merklich weh tut. Für eine genauere Betrachtung der Symptome einer akuten Zahnfleischentzündung ist es hilfreich zu wissen, wie gesundes Zahnfleisch aussieht. Die Antwort ist: blass-rosa. Ist das Zahnfleisch entzündet sieht es dunkelrot aus.

Außerdem füllt gesundes Zahnfleisch den Raum zwischen den Zähnen aus. Bei Entzündungen des Zahnfleisches ist dieses meist zunächst gerötet oder auch geschwollen. Oft kommt es zu einem unangenehmen Druckgefühl. Auch kann es bei Berührungen zu Blutungen kommen. Oft merken wir es bei Zähneputzen: Nach dem Ausspülen der Zahnpasta sieht diese rötlicher aus. Oder wir bemerken nach einem beherzten Biss in ein Stück Obst rote Spuren. Schmerzen verspüren wie zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt.

Die Symptome einer akuten Zahnfleischentzündung im Überblick:

  • Rötungen und Empfindlichkeit des Zahnfleischs
  • Schwellungen in den Zahnzwischenräumen
  • Zahnfleischbluten nach Berührung (z.B. durch Zähneputzen oder Genuss von Obst)
  • Rückgang des Zahnfleisches
  • Kontinuierlicher Mundgeruch

Zahnärzte differenzieren zwischen zwei Arten der Zahnfleischentzündung: neben der bereits dargestellten akuten gibt es zudem die chronische Gingivitis.

Eine chronische Gingivitis beginnt meist ohne Schmerzen. Besteht sie über einen längeren Zeitraum, kann dies zu einer Rückbildung des Zahnfleischs führen. Die Zahnhälse sind entblößt und lassen den Zahn länger erscheinen. Bemerkenswert ist, dass dabei die dunkle Rötung des Zahnfleisches im Verlauf der Entzündung zurückgehen kann. Dies ist jedoch vom Einzelfall abhängig.
Auch können Sie bei einer chronischen Gingivitis Zahnschmerzen verspüren. Ebenfalls können die Bakterien im Mundraum zu verstärktem Mundgeruch führen.

Bei extremen Fällen chronischer Zahnfleischentzündungen kann es zu diesen weiteren Symptomen kommen:

  • Eiterbildung unterhalb des Zahnfleischs
  • Übergreifen auf die Mundschleimhaut
  • Schwellung der Lymphknoten

Unsere Empfehlung:
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eine Zahnfleischentzündung haben, sprechen Sie uns an. Da sich eine Entzündung des Zahnfleisches oft unbemerkt entwickelt, betonen wir an dieser Stelle auch noch einmal Bedeutung und Nutzen regelmäßiger Kontrolltermine. Zweimal im Jahr haben Frau und Herr Dr. König so die Gelegenheit, einem chronischen Entzündungsverlauf vorzubeugen und Ihre persönliche Zahngesundheit verlässlich im Blick zu behalten.

Ursachen der Zahnfleischentzündung: Warum entzündet sich das Zahnfleisch?

Auch wenn wir uns für sehr gepflegt halten und viel Zeit in Hygiene investieren: Bakterien sind unsere ständigen Begleiter. Auf der Haut genauso wie im Mundraum. Dort gibt es etwa 1000 bekannte Arten von Bakterien, die in ihrer Gesamtheit die sogenannte Mundflora bilden. Sie finden sich buchstäblich überall: sei es auf Zahn, Zunge oder Schleimhaut.

Das ist auch gut so, denn bei normalem Geschehen erfüllen Bakterien Aufgaben, die unserer Gesundheit dienen.

Wie bei anderen Versammlungen auch, kann die „Gesamtstimmung“ kippen, wenn es zu viele Störenfriede gibt. In unserem Fall geschieht dies durch die Bildung von Zahnbelag.

Doch wie bildet sich dieser auch Plaque genannte Belag überhaupt? Die Bakterien ernähren sich von Speiseresten, die sich auf der Oberfläche der Zähne und auch am Übergang zum Zahnfleisch ablagern. Dort vermehren sich die Bakterien auch und bilden einen sogenannten Biofilm. Aus diesem entsteht der (weiche) Zahnbelag – und dies schon im Verlaufe eines Tages.

Damit sind wir auch schon bei einer wichtigen Ursache für Zahnfleischentzündungen: mangelnde Mundhygiene.

Denn nur durch regelmäßige und gründliche Pflege des Mundraumes lässt sich die Vermehrung der Bakterien in einem unkritischen Bereich halten. Zähneputzen, Zahnseide und Mundspüllösungen sind hier die Stichworte.

Können sich die Bakterien jedoch ungehindert vermehren, entstehen im Stoffwechselprozess Giftstoffe, die schlussendlich das Zahnfleisch befallen.

Dabei greifen die Bakterien den sogenannten Suculus an: eine maximal zwei Millimeter tiefe Furchte am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch, an dem das Zahnfleisch nicht fest mit dem Zahn verbunden ist. Die unvermeidbare Folge: Zahnfleischentzündung.

Dies Zahnsituation kann sich noch weiter zuspitzen. Denn wird der weiche Belag nicht beständig entfernt, reichern Mineralstoffe aus dem Speichel den Zahnbelag an. Dieser verfestigt sich – und aus Zahnbelag wird Zahnstein. Die Folge: am besten ein Termin bei Frau oder Herrn Dr. König, da Zahnstein nur mit professionellen Instrumenten und Training entfernt werden kann. Sollte dies nicht geschehen, kann sogar noch größerer Schaden drohen. Wenn sich noch mehr Bakterien im Suculus anlagern, können Zahntaschen entstehen. Das ist dann eine Parodontitis, die den Zahnhalteapparat angreift und zu Zahnausfall führen kann.

Weitere mögliche Ursachen einer Zahnfleischentzündung

  • Speichelreduzierende Medikamente, darunter auch Antidepressiva und Mittel gegen Erkältungen (Unser Tipp: Achten Sie darauf, ob „trockener Mund“ bei den Nebenwirkungen genannt wird)
  • Infektion durch bestimmte Virus- oder Pilztypen
  • Ein Mangel an Vitamin-C und -B
  • Von außen zugeführte (Schnitt)-Verletzungen, z.B. durch scharfkantige Nüsse

Darüber hinaus können auch chronische Krankheiten, ein schwaches Immunsystem oder eine Schwangerschaft Ursachen einer Zahnfleischentzündung sein.

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Zahnarzt und Schwangerschaft

Was sollte man während der Schwangerschaft beachten?

Ja. Es ist tatsächlich sogar empfohlen, in der Schwangerschaft zur Schwangerenprophylaxe beim Zahnarzt zu gehen. Idealerweise passiert das zwei Mal, am besten im ersten und im letzten Trimester.

Schwangerschaft

Geht eine Zahnfleischentzündung von selbst wieder weg?

Bei einer akuten Zahnfleischentzündung gibt es meistens gute Aussichten darauf, dass die Entzündung ausheilt. Allerdings ist dafür in jedem Fall Aktion des Patienten gefragt. Denn von ganz alleine verschwindet eine Zahnfleischentzündung in aller Regel nicht. Wird den Bakterien nichts entgegengesetzt und können diese sich weiter ungehindert vermehren und ausbreiten, befeuert dies die bestehende Zahnfleischentzündung regelrecht. Zum Vergleich: Bei der Infektion einer Wunde an Arm oder Bein würde sicher niemand auf die Idee kommen, dass diese schon von alleine wieder abheilen wird.

Vielmehr bedarf es regelmäßiger und gründlicher Mund- und Zahnpflege. Genauer: zweimal tägliches Zähneputzen mit schonenden, kreisenden Bewegungen. Dazu einmal täglich die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Dentalbürste, abgerundet von der Anwendung einer Mundspüllösung.

Im Rahmen einer klinischen Studie wurde ermittelt, dass es fünf bis sieben Tage dauert, bis eine Entzündung ausgeheilt ist. Die Teilnehmer der Studie wurden aufgefordert 21 Tage lang auf Mundhygienemaßnahmen zu verzichten – und so in der Folge eine Gingivitis ausgelöst. An Tag 21 unterzogen sich die Teilnehmer einer professionellen Zahnreinigung und nahmen Zähneputzen und weitere Mundhygiene wieder auf. In darauffolgenden täglichen Kontrollen wurde die Dauer der Ausheilzeit dokumentiert.

Wer gegenüber einer akuten Zahnfleischentzündung tatenlos bleibt, indem auf Mundhygiene und Behandlung verzichtet wird, riskiert die Entstehung einer chronischen Zahnfleischentzündung.

Wenn der weiche Zahnbelag (Plaque) nicht in regelmäßigen Abständen mit der Zahnbürste und in Zahnzwischenräumen mit Zahnseide entfernt wird, härtet der Zahnbelag zunehmend aus bis er sich schließlich zu Zahnstein verfestigt. Diesem kann keine noch so geschickte Zahnputztechnik etwas anhaben. Schlimmer noch: Die raue Oberfläche des Zahnsteins bietet ideale Bedingungen für die Bakterien, um sich dort niederzulassen und noch tiefer in den Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahn einzudringen. Tiefe Zahnfleischtaschen sind die logische Konsequenz.

An diesem Punkt der Entwicklung springen die Bakterien vom Zahnfleisch auf den gesamten Zahnapparat und die Kieferknochen über. Ein echter Wendepunkt – in diesem Fall jedoch leider zum Schlechteren.

Ist eine Gingivitis gefährlich?

Wie bei den meisten Krankheitsbildern, kommt es darauf an, wie ausgeprägt es ist.
Für sich genommen ist eine Gingivitis oder Zahnfleischentzündung vor allem unangenehm bis schmerzhaft. Dennoch sollten Sie eine Zahnfleischentzündung nicht einfach ignorieren. Denn wie bei allen Krankheitsbildern kommt es auf den Gesamtzusammenhang an. Was passiert, wenn die Gingivitis nicht behandelt wird? Die knappe Antwort: sie wird schlimmer.

Parodontitis – Paradebeispiel für den Stellenwert regelmäßiger Vorsorge

Die detaillierte Antwort: Wenn sich im Suculus ungehindert mehr und mehr Bakterien anlagern können, bilden sich Zahntaschen. Von dort aus greifen die Bakterien dann den Zahnhalteapparat an. Der Fachbegriff dafür heißt Parodontitis, in der Umgangssprache wird oft Parodontose dazu gesagt.

Ganz gleich, wie man es nun nennt, sollten diejenigen, die eine Gingivitis nicht beachtet oder einfach ausgehalten haben, das Gleiche in diesem Fall nicht versuchen.
Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, führt dies zum Abbau von Zahnfleisch und Kieferkochen. Für unser Gebiss bedeutet dies, dass unsere Zähne zunehmend Boden verlieren, auf dem sie stehen können. Die Zähne können sich lockern.
Am Ende droht der Verlust des ganzen Zahns.

Es gibt zwar Möglichkeiten, ausgefallene Zähne zu ersetzen. Eine vorhergehende Behandlung der Parodontitis und am besten schon der wiederum davor liegenden Zahnfleischentzündung ist nicht nur weniger schmerzhaft, sondern auch kostengünstiger.

Im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen, die wir zweimal im Kalenderjahr empfehlen, können wir gut gegensteuern, wenn sich Ihr Zahnfleisch entzündet haben sollte.

Warum ist eine Parodontitis-Behandlung über Zahnverlust hinaus wichtig?

Zahlreiche Studien belegen, dass es mehr Gründe als nur den – zugegeben sehr wichtigen – Erhalt unserer Zähne gibt, um Parodontitis zu behandeln.

Eine Parodontitis kann nämlich zahlreiche Folgeerkrankungen nach sich ziehen.
Alzheimer, Arthritis und Diabetes sind nur drei davon, machen aber das Ausmaß deutlich.

Wie kann die Entzündung aus dem Mundraum in den übrigen Körper vordringen?

Dies geschieht über eine Wunde zwischen Zahnfleisch und -wurzel, über die aus den Parodontitis-Bakterien freigesetzte Botenstoffe in den Blutkreislauf gelangen.
So können die Bakterien auch im übrigen Körper Entzündungen und so erhebliche Gesundheitsrisiken nach sich ziehen.

Neben Alzheimer, Arthritis und Diabetes kann auch ein Herzinfarkt Folge einer durch eine Zahnfleischentzündung verursachten Parodontitis sein.

Dabei bilden sich an den Innenwänden der Herzkranzgefäße Entzündungen, die arterielle Verschlüsse auslösen können.

Auch bei einer Parodontitis-Behandlung, sind Sie bei uns in der Praxis in den richtigen Händen. Denn wir decken auch das Spezialgebiet der
Parodontologie ab.

So läuft die Behandlung ab: Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme, bei der wir auch den Auslöser definieren, erstellen wir einen individuell auf sie zugeschnittenen Behandlungsplan.

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Was begünstigt die Zahnfleischentzündung?

Da eine Zahnfleischentzündung von Bakterien verursacht wird, ist eine gute Zahn- und Mundhygiene beziehungsweise deren Fehlen ein wichtiger begünstigender Faktor.

Dennoch ist dies nicht der einzige Umstand, der eine Zahnfleischentzündung begünstigen kann. Denn dabei spielt auch die individuelle Disposition des Patienten eine entscheidende Rolle. Genau wie bei anderen Erkrankungen auch, genügt bei manchen Menschen bereits ein kleiner Auslöser, während andere auch bei größeren Belastungen gesund bleiben. Im Fall einer Zahnfleischentzündung heißt dies: Während sich bei einigen Menschen schon bei leichtem Zahnbelag das Zahnfleisch entzündet, tut sich bei anderen selbst bei starker Plaque-Bildung nichts.

So weisen manche Gruppen eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür auf, eine Zahnfleischentzündung zu entwickeln. Beispielsweise können der regelmäßige Konsum besonders zuckerhaltiger Lebensmittel, Rauchen oder Stress Auslöser sein. Gleiches gilt zudem für verschiedene Grunderkrankungen, die mit einer erhöhten Empfänglichkeit für Gingivitis einhergehen.

Risikogruppen für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Zahnfleischentzündungen:

  • Ältere Menschen
    Dazu zählen wir hier bereits Menschen ab 40 Jahren. Auch danach steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für Zahnfleischentzündungen. Ab den Vierzigern wird eine umfassende Mundhygiene also nochmal bedeutsamer.
  • Dauerhaft gestresste Menschen
    Wer immer unter Stress steht, lebt mit einem Körper im Alarmzustand – und schwächt so das eigene Immunsystem. Die über 1000 Bakterienarten, die in unserem Mundraum leben, haben es dann noch leichter Zahnfleischentzündungen herbeizuführen.
  • Raucher
    Dass Rauchen mit zahlreichen Gesundheitsrisiken einhergeht ist hinlänglich bekannt. Auch Zahnfleischentzündungen zählen zu diesen Risiken, die bei Rauchern häufig auftreten und auch schlechter heilen als bei Nichtrauchern. Der Grund: Die Toxine aus dem Tabakrauch schwächen die körpereigene Abwehr. Zudem greifen die Giftstoffe das Zahnfleisch auch das unmittelbar an.
  • Schwangere Frauen
    Frauen sind während einer Schwangerschaft besonders anfällig für eine Zahnfleischentzündung. Die hormonell begünstigte Entstehung von Plaque erhöht die Wahrscheinlichkeit in hohem Maße.
  • Patienten, denen bestimmte Medikamente verschrieben werden
    Zu den Medikamenten, deren Einnahme mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Zahnfleischentzündung einhergeht gehören unter anderem Mittel zur Senkung von Bluthochdruck. Weitere in diesem Kontext relevante Arzneimittel sind Anti-Epileptika und manche nach Transplantationen verschriebene Medikamente. Auch die Anti-Baby-Pille ist in diesem Zusammenhang zu nennen.
  • Diabetiker
    Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die bei nicht ausreichender Behandlung die Körperabwehr schwächt und auch zu einer verzögerten Wundheilung führt. Leider weisen Diabetiker auch ein drei Mal höheres Risiko für Parodontitis auf, da Parodontitis-Patienten zugleich über ein höheres Diabetes-Risiko verfügen.

Zudem können auch Zahnersatz und Implantate Angriffsfläche für Zahnfleischentzündungen bieten.
Wichtig: Wenn Sie sich bei gewissen Medikamenten unsicher über die Nebenwirkungen sind, sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt an.

Was können Sie gegen eine Zahnfleischentzündung tun?

Im Zusammenhang mit einer Zahnfleischentzündung ist zunächst eine regelmäßige und gewissenhafte Mundhygiene wichtig. Was bereits für die Vorsorge gilt ist also bei konkret vorliegender Entzündung nicht anders.

Was gehört zu einer richtigen Mundhygiene?

In jedem Fall sollten sie zweimal täglich Ihre Zähne putzen. Wir empfehlen damit bis etwa 30 Minuten nach den Mahlzeiten zu warten. Achten Sie auch darauf, einen geeigneten Härtegrad für Ihre Zahnbürste auszuwählen.

Wichtig ist beim Zähneputzen auch die richtige Technik. Vermeiden sie zu großen Druck auf Zahn und Zahnfleisch. In sanften, kreisenden Bewegungen kommen Sie besser und vor allem schonender zum Ziel.

Auch gibt es eine Vielzahl an Zahncremes aus denen Sie wählen können. Hier gibt es zum Beispiel Zahnpasta mit Fluorid zur Stärkung der Zähne, aber auch Produkte für empfindliche oder für weiße Zähne. Meiden Sie Produkte mit abrasiven Eigenschaften, da sie den Zahnschmelz beschädigen und auch zu Verfärbungen führen können.

Außerdem sollten Sie einmal am Tag die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einem Zwischenraumbürstchen reinigen. Falls Sie unsicher sind, was für Sie besser geeignet ist oder wie Sie genau dabei vorgehen sollen, sprechen Sie unser Praxisteam gerne an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Als weiteren Schritt sollten Sie bei einer Zahnfleischentzündung eine Mundspüllösung anwenden. Es gibt sie auch als Gel. Wichtig ist, dass sie antibakteriell und entzündungshemmend ist. Achten Sie auch darauf, ob und in welcher Stärke der Wirkstoff Chlorhexidin enthalten ist, da dieser bei regelmäßiger Anwendung zu unschönen Zahnverfärbungen führen kann. Es gibt jedoch Alternativen auf pflanzlicher Basis. Das freut neben dem Zahnfleisch auch die Mitmenschen, da der Atem deutlich frischer wird.

Unser Tipp: Zungenreiniger nicht vergessen. Denn gerade hier befinden sich viele Bakterien.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen – ein wichtiger weiter Schritt

Als weiteres Instrument gegen Zahnfleischentzündungen dürfen regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Zahnarzt nicht fehlen. Zweimal im Jahr sollte ein Profi den Blick auf Ihre Zahngesundheit richten. So lassen sich größere Eingriffe in der Regel gut vermeiden. Gut zu wissen: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür.

Unter Umständen kann auch eine professionelle Zahnreinigung ratsam sein. Dies empfehlen wir jedoch nur im Rahmen der Vorsorge. Eine akute Zahnfleischentzündung sollte vor dieser Prozedur abgeklungen sein. Im Regelfall tragen gesetzlich Versicherte die Kosten selbst. Fragen Sie aber Ihre Krankenkasse danach, ob Sie die Leistung bezuschusst.

Wie kann ich mein Zahnfleisch regenerieren?

Wer schon einmal eine Zahnfleischentzündung hatte, wird sich nur an die Zeit danach gerne erinnern. Während wir unter einer Entzündung leiden und mit Zahnfleischblutungen und mehr zu kämpfen haben, stellen wir uns zwangsläufig die Frage, wie wir unser Zahnfleisch wieder milde stimmen können.

Dabei heißt es auch an dieser Stelle, dass das beste Mittel eine umfassende Mundhygiene darstellt. Auch bei blutendem Zahnfleisch sollten sie Zähneputzen & Co nicht vernachlässigen – die Entzündung sollte nach einigen Tagen zurückgehen.

Dennoch sollten Sie auch dann auf einen Zahnartbesuch nicht verzichten. Herr und Frau Dr. König stehen Ihnen gerne zu Verfügung – herzlich und kompetent, ganz so wie Sie es von ihnen gewohnt sind.

Bewährt bei Entzündungen aller Art haben sich ätherische Öle. Sie können diese auch im Zusammenhang mit Zahnfleischentzündungen einsetzen. Etwas Vorsicht ist hier jedoch angezeigt, denn diese Öle sind sehr stark. Unser Tipp: Verdünnen Sie ätherische Öle unbedingt, bevor Sie sich mit diesen den Mund spülen.

Hausmittel: Kamille & Co.

Unterstützend können Sie auch verschiedene Hausmittel anwenden. Das wohl bekannteste Hausmittel ist Kamillentee. Gurgeln Sie diesen mehrmals. Kamille wirkt desinfizierend und beruhigt – es kann Zahnfleischbluten lindern.

Alternativ können Sie übrigens auch Schwarztee nehmen. Nicht ganz so schmackhaft, aber ebenso wirksam: das gute alte Salzwasser.

Ein weiteres entzündungshemmendes Hausmittel ist Apfelessig. Er wirkt nicht nur selbst antibakteriell, er regt zudem den Speichelfluss an, was ebenfalls Entzündungen hemmt.

Auch Kokosöl wollen wir nicht verschweigen. Massieren Sie es einfach sanft an den entzündeten Stellen des Zahnfleisches ein.

Gute Ernährung für gesundes Zahnfleisch

Neben der schmerzlindernden Anwendung von Hausmitteln im Mundraum, kommt Hausmitteln auch im Rahmen einer guten Ernährung Bedeutung für gesundes Zahnfleisch zu.

Apfel und Sellerie sind ballaststoffreich und gleichzeitig säurearm. Der Kauvorgang regt den Speichelfluss an und setzt einen natürlichen Reinigungsprozess in Gang.

Zitrusfrüchte, Erdbeeren und Kiwis sorgen für Zufuhr von Vitamin-C. Daneben können sie auch gelbliche Zahnverfärbungen, die durch Rotwein, Kaffee und anderes entstehen, verzögern.

Eine gute Ernährungswahl ist auch grüner Tee. Die darin enthaltenden Catechine sind beides, antibiotisch und antibakteriell.

Cranberries hemmen sie Bildung von Säuren und Bakterien. Die Folge: weniger Plaque.

Zu guter Letzt kommen wir an der Zwiebel nicht vorbei. Diese treibt uns hier nämlich nur Freudentränen in die Augen – über ihre ausgeprägten antibakteriellen Eigenschaften. Vor allem bei Verzehr in rohem Zustand entfaltet die Zwiebel Ihre Wirkung, beispielsweise in einem leckeren Salat.

Was kann Ihr Zahnarzt bei einer Zahnfleischentzündung tun?

Wenn Hausmittel nach kurzer Zeit keine oder keine hinreichende Wirkung zeigen, sollten Sie in jedem Fall Ihren Zahnarzt kontaktieren. Rufen Sie uns an, schildern Sie Ihre Situation und unser Praxisteam vereinbart gerne einen Termin, in dem Herr oder Frau Dr. König Ihrer Zahnfleischentzündung auf den Grund gehen.

Was kann Ihr Zahnarzt nun konkret tun?
Eine Behandlung bei Zahnfleischentzündung verläuft im Regelfall in drei Schritten.

Zunächst erfolgt eine ausführliche Untersuchung in unserer Praxis, um eine umfassende Bestandsaufnahme zu machen und die Ursache zielgenau zu definieren.

Im Anschluss daran entfernt Ihr Zahnarzt den Zahnstein. Dies geschieht mit professionellen und wirkungsvollen Instrumenten. Dabei wird der Zahn auch glattpoliert, was Bakterien weniger Halt bietet.

Ergänzend beraten Herr oder Frau Dr. König Sie zudem detailliert zu ihrer individuellen Zahnpflege und Mundhygiene. Richtige Techniken des Zähneputzens, der Anwendung von Zahnseide und & Co sind wichtige Elemente eines nachhaltigen Behandlungserfolgs.

Besteht die Entzündung bereits über einen längeren Zeitraum, ist oft eine Röntgenaufnahme erforderlich, um die Ursache genau bestimmen zu können.

Zudem bestimmt Ihr Zahnarzt im Rahmen einer Speicheluntersuchung das Spektrum der vorhandenen Bakterien im Mundraum.

Befindet sich die Zahnfleischentzündung in einem fortgeschrittenen Stadium, sind oftmals umfassende Therapiemaßnahmen notwendig. Dies ist dann der Fall, wenn sich Zahnfleisch und Kieferknochen infolge der Zahnfleischentzündung zurückgebildet haben.

Dann ist eine systematische Parodontitis-Therapie erforderlich. Diese verläuft ebenfalls in drei Schritten.

In einer Vorbehandlung werden Ihre Zähne professionell gereinigt und so von Plaque und Zahnstein oder anderen störenden Faktoren befreit. Auch Zahnwurzeln, Wurzelkanälen und Füllungen werden begutachtet.

In der Hauptbehandlung entfernt Ihr Zahnarzt Beläge an schwer zugänglichen Stellen, wie Zahnfleischtaschen, Zahnwurzeln oder Wurzeln.

Wie üblich erfolgt dies unter örtlicher Betäubung.

Alternativ kann das Zahnfleisch auch an den entzündeten Stellen aufgeschnitten und gereinigt werden.
Nach abgeschlossener Prozedur wird das Zahnfleisch wieder zusammengenäht.

Die Nachbehandlung umfasst in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung von Zähnen und Zahnfleisch, um einen nachhaltigen Behandlungserfolg sicherzustellen.

Warum kann bei Zahnfleischentzündung nicht einfach ein Antibiotikum verschrieben werden – wie bei anderen bakteriell verursachten Krankheiten auch?

Richten wir den Blick auf die im Mundraum vorhandenen Bakterien: Hier gibt es aggressive Arten und solche, die hilfreich sind, da sie den aggressiven Bakterien die Nahrung streitig machen.

Antibiotika sind nicht in der Lage alle im Mundraum vorhandenen aggressiven Bakterien in gleichem Maße zu bekämpfen und so Zahnfleischentzündungen zu verhindern.

Für einen kurzzeitigen Erfolg können Sie dennoch zur Anwendung kommen. Langfristig ist es jedoch wirksamer, den Bakterien die Nahrungsgrundlage in Form von Plaque und Zahnstein zu entziehen.

Autor

Dr. Michael König

Studium der Zahnheilkunde in Köln. Danach Assistenzzeit im Münsterland und in Köln. Selbstständig niedergelassen als Zahnarzt seit 1990 in Köln-Porz.
Hobbys: Heimwerken, Architektur, Reiten.

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